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UIMA
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UIMA (Unstructured Information Management Architecture, deutsch Architektur zur Verwaltung unstrukturierter Informationen) ist ein Framework zur Programmierung von Data-Mining-Anwendungen, d. h. zur Wissensextraktion.
Das Projekt UIMA wurde 2005 von IBM gestartet und wird seit Oktober 2006 von Apache betreut. Ziel des Projekts ist es, ein standardisiertes Framework zum Erstellen von Anwendungen zur Verarbeitung unstrukturierter Informationen, insbesondere natΓΌrlicher Sprache (Natural Language Processing, NLP) zu bieten. Unstrukturierte Informationen kΓΆnnen in beliebigen Formaten vorliegen, z. B. Bild- oder Audio-Daten, jedoch sind Texte die gΓ€ngigsten Informationen.
Das Konzept von UIMA sieht vor, dass eine Pipeline implementiert wird, in der zunΓ€chst Daten eingelesen werden, diese dann verschiedene Analyse- und Verarbeitungsschritte durchlaufen und schlieΓlich an einen oder mehrere sogenannte Verbraucher geliefert werden, die die Ergebnisse verarbeiten, z. B. in einer Datenbank speichern. In jedem einzelnen Analyse-Schritt werden die Daten mit bestimmten Annotationen versehen, d. h. ein definierter Bereich der Datenmenge, also beispielsweise ein Teil des Texts, bekommt eine Anmerkung. Durch die starke Modularisierung in Pipelinestufen kΓΆnnen die einzelnen Stufen leicht wiederverwendet werden.
Ein Beispiel fΓΌr eine Pipeline ist eine simple Anwendung, die die durchschnittliche Anzahl von WΓΆrtern pro Satz in einem Text berechnen soll. Hierzu wird zunΓ€chst eine Pipelinestufe benΓΆtigt, die den Text einliest, z. B. aus einer Datei. Die zweite Stufe durchlΓ€uft den Text und markiert alle WΓΆrter, indem alle Positionen von Leerzeichen im Text ermittelt werden. Die dritte Stufe fΓΌhrt analog dazu eine Satz-Erkennung durch, indem Markierungen von Satzzeichen zu Satzzeichen gesetzt werden. Diese beiden Schritte sind unabhΓ€ngig voneinander und kΓΆnnten demnach auch vertauscht werden. Die letzte Pipelinestufe muss nun nur noch die Anzahl markierter WΓΆrter durch die Anzahl markierter SΓ€tze teilen und ausgeben.
Eine Erweiterung kΓΆnnte nun sein, die Anzahl der Verben pro Satz zu zΓ€hlen, hierzu wΓΌrde nach der dritten Stufe eine Wortart-Erkennung eingebaut, die jedes Wort mit einer Annotation wie βVerbβ, βNomenβ usw. versieht, und der Verbraucher wΓΌrde statt der Wort-Annotationen die Wortart-Annotationen zΓ€hlen, die βVerbβ entsprechen; alle anderen Teile der Pipeline kΓΆnnen wiederverwendet werden. UIMA ΓΌbernimmt in dieser Anwendung die Verwaltung der Pipeline und die interne ReprΓ€sentation der zu verarbeitenden Daten samt Annotationen, auΓerdem bietet es dem Entwickler alle nΓΆtigen Schnittstellen zum Einlesen und Auslesen der Informationen.
UIMA wird insbesondere in der Forschung eingesetzt, entwickelt sich aber auch immer mehr zum Industrie-Standard. Eine der bekanntesten Anwendungen von UIMA ist der Einsatz im IBM Watson.
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β’ Siehe auch
β’ Weblinks
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Siehe auch
Weblinks
β’ UIMA-Projektseite bei Apache
cite-note-104900e30c0b5b88-11. projects.apache.org. (abgerufen am 8. April 2020).